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Uraufführung: „Der Tanz ums Goldene Kalb“ – Oratorium für Orchester, Chor, Solo-Stimmen und Sprecher

20. Juni 19:00 bis 20:30

Das Oratorium „Der Tanz ums Goldene Kalb“ wird aus Anlass des 15jährigen Bestehens des Kulturvereins vom Stöckacher Komponisten Wolfgang Junga uraufgeführt. Das Libretto dazu hat der Gräfenberger Schriftsteller Manfred Schwab verfasst.

Eingebettet in den Lutherbibel-Text des Alten Testaments ( Mose 1 und 3) werden die Goldgier und ihre Folgen in fünf „Leviten“ beispielhaft durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart beleuchtet. Das Leitmotto dazu ist der Gretchen-Ausspruch „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen!“ aus Goethes „Faust“.

Für die Uraufführung hat der Komponist und Chorleiter Wolfgang Junga ein Ensemble aus Instrumentalisten und Gesangssolisten sowie Chormitgliedern aus verschiedenen Laien-Chören zusammengestellt. Beteiligt sind an dem Projekt rund 40 Mitwirkende.

Nach einem Vorspiel, das die Entstehung des Universums vom Urknall bis zur Erschaffung des Menschen musikalisch nachzeichnet, folgt die

Entrate: Mose steigt auf den Berg Sinai (um die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten zu holen).

In der 1. Levite: „Die Goldsucher“ (nach Motiven von Jack London) geht es um die Goldgräber-Stimmung am Yukon River, um Naturzerstörung, Mord und Totschlag.

In der 2. Levite: „Die Goldräuber“ (nach Pater Bartolomäus de las Casas) geht es um die brutale und massenmörderische Goldgier der spanischen Konquistadoren in Südamerika.

In der 3. Levite: „Die Goldmacher“ (nach der Komödie „The Alchemist“ von Ben Jonson 1610) geht es eher komisch zu um die betrügerischen Machenschaften angeblicher Gold-Hersteller.

In der 4. Levite: „Die Goldkrieger“ (nach Upton Sinclair und Peter Maass) werden die blutigen Kriege ums Erdöl, das „Schwarze Gold“, bis in die Gegenwart thematisiert.

In der 5. Levite: „Die Goldhamster“ werden (nach Insider- u. Aussteiger-Berichten) die geld- und goldgierigen pseudo- religiösen Unternehmungen des Sekten-Konzerns „Scientology“ dargestellt.

Im Finale kommt Mose zurück vom Berg Sinai, sieht den Götzen-Tanz ums goldene Kalb der Israeliten und zertrümmert die Gesetzestafeln.

Der Text des Oratoriums kann von den Besuchern der Uraufführung anhand eines kleinen Programmheftes mitgelesen werden.

Die LEADER-Aktionsgruppe Kulturerlebnis Fränkische Schweiz würdigt die Uraufführung des Oratoriums „Tanz um das Goldene Kalb“ als besonders förderungswürdiges Projekt des ehrenamtlichen Bürgerengagements. Mit ihrer finanziellen Unterstützung anerkennt sie den hohen kulturellen Wert sowie die regionale Vernetzung von ehrenamtlichen Sängerinnen, Sängern und Musikern. Die Förderung trägt dazu bei, dieses außergewöhnliche Konzertprojekt zu realisieren und das vielfältige Engagement für Kultur und Gemeinwohl in der Region sichtbar zu machen.

http://www.wirntkulturverein.de/

Details

Veranstalter

  • Kulturverein Wirnt von Gräfenberg e.V.

Evang. Dreieinigkeitskirche Gräfenberg

Kirchplatz
Gräfenberg, 91322 Deutschland